Der Marketing-Mix ist ein Modell, das beschreibt, wie Unternehmen ihre Produkte oder Dienstleistungen erfolgreich am Markt platzieren können.

Er besteht aus verschiedenen „Bausteinen“, die zusammen die Marketingstrategie bilden.

Die 4 klassischen P’s

Product (Produkt)

  • Was biete ich an?
  • Eigenschaften, Qualität, Design, Verpackung, Serviceleistungen
  • Beispiel: Ein Tischler bietet nicht nur den Tisch, sondern auch Lieferung und Montage.

Price (Preis)

  • Wie viel kostet es?
  • Preisstrategie (z. B. Premium, günstig, rabattorientiert)
  • Beispiel: Ein Friseursalon positioniert sich bewusst im mittleren Preissegment.

Place (Platzierung / Vertrieb)

  • Wo und wie wird verkauft?
  • Laden, Online-Shop, Vertriebspartner, Direktvertrieb
  • Beispiel: Ein Feinkostladen verkauft im Geschäft und über einen kleinen Online-Shop.

Promotion (Kommunikation)

  • Wie erfährt die Zielgruppe davon?
  • Werbung, Social Media, PR, Events, Newsletter
  • Beispiel: Eine Bäckerei macht über Facebook und Flyer auf ihr neues Frühstücksangebot aufmerksam.

Warum ist das wichtig?

Der Marketing-Mix hilft, alle wichtigen Bereiche im Blick zu behalten und nicht nur auf Werbung zu setzen. Gerade für KMU ist er ein einfacher Leitfaden, um Marketingmaßnahmen zu strukturieren.

Praxis-Tipp:

Schreibe für dein Unternehmen zu jedem der 4 P’s 3–5 Punkte auf. Das ergibt automatisch eine Basisstrategie, mit der du arbeiten kannst.

Die Markenbekanntheit beschreibt, wie viele Menschen eine Marke kennen und sie wiedererkennen können.

Sie ist ein zentraler Indikator für die Reichweite und den Einfluss einer Marke im Markt.

Arten der Markenbekanntheit

Gestützte Bekanntheit

  • Der Name der Marke wird genannt, und die Person erkennt sie wieder
  • Beispiel: „Kennen Sie die Marke XY?“ – „Ja, schon mal gehört.“

Ungestützte Bekanntheit

  • Die Marke wird ohne Hilfestellung genannt
  • Beispiel: „Nennen Sie eine Marke für Sportschuhe.“ „Nike.“

Top-of-Mind

  • Die Marke ist die erste, die einer Person zu einem Thema einfällt
  • Beispiel: „Welche Kaffeemarke fällt Ihnen als Erstes ein?“ – „Nespresso.“


Aber
nicht immer muss es sich nur um große Marken drehen: „Welche Apotheke in der Nähe fällt Ihnen als Erstes ein?“ – Auch das könnte eine Frage sein, auf der die relevante Zielgruppe eine Antwort parat haben sollte.


Faktoren, die Markenbekanntheit fördern

  • Prägnantes Logo, Farbwelt und Design
  • Klare und einheitliche Kommunikation
  • Präsenz in relevanten Kanälen (online & offline)
  • Storytelling und emotionale Markenbotschaften
  • Sichtbarkeit durch Werbung, PR und Events
  • Mundpropaganda und Social Proof


Warum ist das wichtig?

Je höher die Markenbekanntheit, desto eher wird die Marke in Kaufentscheidungen einbezogen – oft noch vor Preis oder Leistung. Sie ist damit ein entscheidender Hebel für langfristigen Markenerfolg

Das Markenimage beschreibt das Fremdbild einer Marke – also, wie sie von Kunden, Partnern und der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

Es ist das Ergebnis aller Erfahrungen, Eindrücke und Assoziationen, die Menschen mit der Marke verbinden.
Unterschied zur Markenidentität:

  • Markenidentität = Selbstbild, das ein Unternehmen aktiv kommuniziert
  • Markenimage = Fremdbild, das in den Köpfen der Zielgruppe entsteht
  • → Beide sollten möglichst deckungsgleich sein, um authentisch zu wirken.


Faktoren, die das Markenimage prägen:

  • Qualität und Verlässlichkeit der Produkte/Dienstleistungen
  • Design, Logo und visuelle Erscheinung
  • Kommunikation und Tonalität
  • Kundenservice und -erfahrungen
  • Öffentliche Berichterstattung und Social Media
  • Empfehlungen und Bewertungen


Warum ist das wichtig?

Das Markenimage beeinflusst Kaufentscheidungen, Kundenloyalität und die Markenbekanntheit. Ein positives Image stärkt den Wettbewerbsvorteil, ein negatives kann über Jahre aufgebautes Vertrauen zerstören.

Mobile Usability beschreibt, wie benutzerfreundlich eine Website auf Smartphones und Tablets ist. Da inzwischen der Großteil der Internetnutzung mobil erfolgt, ist sie ein entscheidender Faktor für SEO, Conversion und Nutzerzufriedenheit.

Wichtige Faktoren für gute Mobile Usability:

  • Responsive Design: Inhalte passen sich an jede Bildschirmgröße an
  • Gut lesbare Schriftgrößen ohne Zoomen
  • Touch-optimierte Buttons und Links mit ausreichend Abstand
  • Schnelle Ladezeiten, auch bei mobiler Verbindung
  • Übersichtliche Navigation, leicht mit dem Daumen bedienbar
  • Vermeidung von überlappenden Elementen oder horizontalem Scrollen


Tools zur Überprüfung:

  • Google Mobile-Friendly Test
  • Google Search Console (Mobile Usability-Berichte)
  • PageSpeed Insights (mobil)

Warum ist das wichtig?

Seit dem Mobile-First Indexing bewertet Google primär die mobile Version einer Website für das Ranking. Schlechte mobile Nutzbarkeit kann direkt zu Rankingverlusten und höheren Absprungraten führen.

Die Meta Description ist ein HTML-Element, das eine kurze Zusammenfassung des Seiteninhalts liefert. Sie erscheint unter dem Title Tag in den Google-Suchergebnissen (SERP) und hat einen starken Einfluss auf die Klickrate (CTR) – auch wenn sie kein direkter Rankingfaktor ist.

Beispiel im HTML-Code:

				
					<meta name="description" content="Entdecke hochwertige Esstische aus Eiche – in 180x90 cm, individuell gefertigt und schnell geliefert. Jetzt online kaufen.">

				
			

Best Practices für Meta Descriptions:

  • Länge: idealerweise 140–160 Zeichen (max. ~920 Pixel)
  • Keyword verwenden, aber natürlich einbinden
  • Klarer Nutzen oder Call-to-Action
  • Einzigartig pro Seite
  • Kein doppelter oder generischer Text


Hinweis:

Google kann die angezeigte Description dynamisch anpassen – vor allem, wenn die definierte Description nicht zur Suchanfrage passt.

Warum ist das wichtig?

Die Meta Description ist oft ausschlaggebend dafür, ob Nutzer auf ein Suchergebnis klicken. Eine gute Description erhöht die Sichtbarkeit und bringt mehr qualifizierte Besucher auf die Seite.

Mobile-First Indexing bedeutet, dass Google primär die mobile Version einer Website für die Indexierung und das Ranking verwendet – nicht mehr die Desktop-Variante. Diese Umstellung gilt inzwischen für alle Websites im Google-Index.

Hintergrund: Die Mehrheit der Nutzer greift über Smartphones auf Websites zu. Google bewertet daher die Inhalte, Struktur und Nutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten als Hauptgrundlage für das Ranking.

Wichtige Punkte beim Mobile-First Indexing:

  • Die mobile Version sollte alle Inhalte enthalten, die für SEO relevant sind
  • Texte, Bilder, strukturierte Daten und interne Verlinkung müssen mobil vollständig verfügbar sein
  • Ladezeit und Mobile Usability sind entscheidend
  • Responsive Design ist klar zu bevorzugen gegenüber separaten m.-Domains

Warum ist das wichtig?

Wer mobil abgespeckte Inhalte zeigt, riskiert Sichtbarkeitsverluste. Google bewertet, was mobil sichtbar ist – daher muss die mobile Version vollständig, schnell und nutzerfreundlich sein.

Meta-Tags sind unsichtbare HTML-Elemente im Quellcode einer Webseite, die Suchmaschinen und Browsern zusätzliche Informationen über die Seite liefern. Sie befinden sich im <head>-Bereich und spielen eine zentrale Rolle bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO).

Die wichtigsten Meta-Tags sind:

  • Meta Title: Der Seitentitel, der in den Suchergebnissen als Überschrift erscheint.
  • Meta Description: Die Beschreibung unter dem Titel in den Suchergebnissen. Sie beeinflusst die Klickrate (CTR), nicht aber direkt das Ranking.
  • Meta Robots: Gibt an, ob eine Seite von Suchmaschinen indexiert werden soll. Beispiel: noindex, nofollow.
  • Viewport-Tag: Wichtig für mobile Darstellung.

Gute Meta-Tags verbessern die Auffindbarkeit und die Darstellung in den Suchergebnissen – und damit oft auch den Traffic.

Warum ist das wichtig?

Meta-Tags steuern, wie eine Seite bei Google erscheint – oder ob sie überhaupt erscheint. Sie sind ein zentrales Element für SEO und die Nutzererfahrung in den Suchergebnissen.

Wobei Mega-Tags auch für Google immer weniger Gewichtung bekommen. Title und Description werden oft direkt von Google entschieden und nicht mehr die hinterlegten Daten verwendet.

Die Markenpositionierung beschreibt den gezielten Platz, den eine Marke im Kopf der Zielgruppe einnehmen soll – im Vergleich zu Wettbewerbern. Sie beantwortet die Frage: Wofür steht die Marke – und warum genau diese?

Eine gute Positionierung ist klar, glaubwürdig und relevant. Sie basiert auf einer Kombination aus Zielgruppenverständnis, Marktanalyse und der eigenen Markenidentität. Typische Elemente sind:

  • Zielgruppe und deren Bedürfnisse
  • Alleinstellungsmerkmal (USP)
  • Nutzenversprechen
  • Abgrenzung vom Wettbewerb


Beispiel:
Eine Marke für Bio-Kaffee kann sich als „die faire Alternative für Kaffeeliebhaber mit Anspruch“ positionieren – mit Fokus auf Nachhaltigkeit, Geschmack und Transparenz.

Warum ist das wichtig?

Ohne klare Positionierung verschwimmt eine Marke im Markt. Wer sich eindeutig abgrenzt und echte Mehrwerte kommuniziert, wird schneller wahrgenommen, bleibt besser im Gedächtnis – und verkauft erfolgreicher.

 

Die Markenidentität beschreibt, wofür eine Marke steht – also ihr Selbstbild, ihre Persönlichkeit, Werte und den Gesamteindruck, den sie aktiv vermitteln möchte. Sie ist die Grundlage für einen konsistenten Markenauftritt und die strategische Markenführung.

Zur Markenidentität gehören unter anderem:

  • Der Markenname und das Logo
  • Farbwelt, Typografie und Bildsprache
  • Sprache und Tonalität
  • Werte, Haltung und Positionierung
  • Versprechen und Emotionen, die transportiert werden sollen


Im Unterschied zum Markenimage (Fremdbild) beschreibt die Markenidentität das Wunschbild, das ein Unternehmen nach außen kommuniziert. Eine klare Markenidentität sorgt für Wiedererkennbarkeit, Vertrauen und emotionale Bindung.

Warum ist das wichtig?

Nur wer weiß, wofür die eigene Marke steht, kann sie klar kommunizieren – auf der Website, in Social Media, im Design und im gesamten Marketing. Eine starke Markenidentität zahlt langfristig auf Bekanntheit und Markenwert ein.