Google hat die Regeln der Suche neu geschrieben. Mit den AI Overviews liefert die Suchmaschine nicht mehr nur eine Liste von Links, sondern direkt komplette Antworten, generiert durch künstliche Intelligenz.
Für Nutzer ist das bequem: Statt sich durch mehrere Seiten zu klicken, erhalten sie die Essenz auf einen Blick. Für Unternehmen und Marketer bedeutet es jedoch eine massive Veränderung: Sichtbarkeit in Google funktioniert plötzlich anders.
Im Frühjahr 2025 tauchten AI Overviews bereits in über 50 % aller Suchanfragen auf – bei problemorientierten Suchen sogar in drei von vier Fällen.
Besonders mobil werden die neuen Antwortboxen dominant: Über 80 % der AI Overviews erscheinen auf Smartphones.
Das Ergebnis: Nutzer bekommen Informationen oft schon im Überblick – ohne die Notwendigkeit, auf eine Website zu klicken.
Damit verschiebt sich der Wettbewerb. Nicht mehr nur das Ranking in den klassischen SERPs entscheidet, sondern ob deine Marke oder Inhalte in den AI Overviews auftauchen. Wer dort nicht sichtbar ist, verliert Reichweite.
Gleichzeitig eröffnet sich aber eine große Chance: Marken, die frühzeitig verstehen, wie Google AI Overviews funktionieren, können sich als vertrauenswürdige Quelle positionieren – und ihre Reichweite über neue Wege ausbauen.
👉 Kurz gesagt:
AI Overviews sind keine Spielerei, sondern ein grundlegender Wandel.
Unternehmen, die jetzt ihre Inhalte und Strategien anpassen, gehören morgen zu den Gewinnern der neuen Suchwelt.
Was sind Google AI Overviews?
Mit AI Overviews bringt Google die klassische Suche auf ein neues Level. Statt nur eine Liste von Links zu liefern, erstellt die Suchmaschine mithilfe generativer KI eine direkte Antwort – inklusive kurzer Zusammenfassung und Quellenangaben.
Wie ein AI Overview aussieht
Ganz oben in den Suchergebnissen erscheint ein farblich hervorgehobener Kasten.
Darin: eine kompakte, von KI formulierte Antwort auf die Suchanfrage.
Am Ende des Kastens: Verweise auf Quellen, die Google für die Antwort herangezogen hat.
Das fühlt sich für Nutzer an wie ein „ChatGPT light“ – nur eben direkt in der Google-Suche.
Unterschied zu bisherigen SERP-Features
Featured Snippets: Bisher zeigte Google eine Textpassage von einer einzelnen Website.
Knowledge Panels: Lieferten strukturierte Infos über Entitäten (z. B. Firmen, Personen, Orte).
AI Overviews: Gehen weiter. Sie kombinieren mehrere Quellen, fassen Inhalte zusammen und präsentieren die Antwort in natürlicher Sprache.
Mit anderen Worten:
👉 AI Overviews sind kein zusätzliches Snippet, sondern ein komplett neues Suchformat – eine Mischung aus klassischer Suche und KI-gestützter Antwortmaschine.
Warum das so wichtig ist
Nutzer bekommen Antworten ohne Klick – deine Website ist also nur dann sichtbar, wenn sie von Google als Quelle eingebunden wird.
Gleichzeitig verschiebt sich die Machtbalance: Google entscheidet stärker, welche Inhalte vertrauenswürdig genug sind, um in die generierten Antworten einzufließen.
Das macht AI Overviews zu einem Game Changer für SEO.
Denn es reicht nicht mehr, in den Top 10 der SERPs zu stehen – entscheidend ist, ob du im AI Overview vorkommst.
Aktuelle Daten & Trends zu Google AI Overviews
Wenn du verstehen willst, wie tiefgreifend Google AI Overviews bereits in die Suchlandschaft eingriffen, braucht es harte Zahlen und klare Trends. Hier sind die wichtigsten Insights für 2025:
1. Häufigkeit & Wachstum
Laut Semrush wurden im März 2025 bereits 13,14 % aller Googlesuchen durch AI Overviews ausgelöst – ein rascher Anstieg von 6,49 % im Januar.
Weitere Daten zeigen, dass AI Overviews mittlerweile in über 50 % aller Suchergebnisse auftauchen – ein klarer Wendepunkt.
BrightEdge bestätigt: Die AI‑Overviews‑Rate liegt bei über 11 %, was einem Wachstumsplus von 22 % im Jahresvergleich entspricht.
→ Fazit: AI Overviews sind längst kein Beta‑Feature mehr – längst etabliert, stark im Auftrieb und teils schon dominierend.
2. Welche Suchanfragen besonders betroffen sind
Informationsintensive Anfragen dominieren: Ganze 88,1 % der Queries, die ein AI Overview auslösen, sind informativ ausgerichtet.
Frageformate & längere Suchphrasen sind besonders gefährdet – bis zu 60 % bei Fragewörtern (“who”, “what” etc.), und 53 % bei Suchanfragen mit 10+ Wörtern.
Tipp: Nutze diese Erkenntnis für deine Content‑Strategie – besser “How to optimize…” statt nur “optimize”.
3. Impact auf Nutzerverhalten & Traffic
Laut Pew Research führte etwa eine von fünf (18 %) Suchen im März 2025 zu einem AI Overview. In 88 % der Fälle wurden mehr als drei Quellen zitiert – mediane Länge: 67 Wörter.
BrightEdge meldet: Impressionen bei Google stiegen um +49 %, während Klickrate (CTR) um etwa –30 %sank.
Digiday bestätigt: Viele Publisher verzeichnen –10 % Referral‑Traffic (News) bzw. –14 % (Non‑News) im Jahresvergleich.
Search Engine Journal hebt hervor: AI Overviews ranken nicht immer ganz oben – in 12,4 % der Desktop‑Suchanfragen liegt das AI Overview unter Position 1, was noch Chancen für organische Rankings lässt.
4. Wer wird als Quelle genannt?
Regierungsseiten (.gov) erscheinen doppelt so häufig in AI Overviews (6 %) wie in klassischen Suchergebnissen (2 %).
Nachrichten-Websites landen bei AI Overviews und klassischen Ergebnislisten etwa gleich oft (~5 %).
Die AI Overviews zitieren meist drei oder mehr Quellen. Einzelquelle („one source“) kommt nur in 1 % vor.
Überblick: Relevante Trends auf einen Blick
Trend | Insight |
---|---|
Häufigkeit | AI Overviews erscheinen heute bei bis zu 13 % (Semrush) – teilweise >50 % insgesamt |
Suchformat-Trigger | Längere Anfragen und konkrete Fragen führen häufiger zum AI Overview |
Nutzerverhalten | Impressionen steigen, Klicks sinken – mehr Sichtbarkeit, weniger Traffic |
Quellenverteilung | Verlässliche, autoritative Sites (.gov, News, etc.) werden bevorzugt |
Kernaussage dieses Kapitels:
Die Verbreitung von Google AI Overviews wächst rasant und beeinflusst das gesamte Suchverhalten. Sichtbarkeit bedeutet nicht mehr automatisch Klicks – stattdessen geht es darum, in den Antworten selbst präsent zu sein.
Wie Google die Antworten generiert
Damit Unternehmen verstehen, wie sie in AI Overviews sichtbar werden können, müssen wir einen Blick hinter die Kulissen werfen: Wie wählt Google eigentlich die Inhalte aus, die in den KI-Antworten erscheinen?
1. Kombination aus KI & Live-Suche
Google nutzt für AI Overviews eine Mischung aus generativer KI (LLMs) und klassischen Index-Suchergebnissen.
Das Modell formuliert eine Antwort in natürlicher Sprache, zieht die Fakten aber aus den Websites, die Google für relevant hält.
Ergebnis: kein freies „Brainstorming“ der KI, sondern eine Art Hybrid zwischen ChatGPT und traditioneller Suche.
2. Quellengewichtung
Nicht jede Seite hat die gleiche Chance, als Quelle zu landen. Google bevorzugt:
Autoritative Domains (Wikipedia, große Medien, Regierungsseiten, Fachportale).
Gut strukturierte Inhalte mit klaren Absätzen, Listen, Tabellen.
Aktualität: AI Overviews zitieren auffällig oft Seiten mit neuem Content oder klar ersichtlichem Publikationsdatum.
Entitäten: Marken oder Personen, die eindeutig im Knowledge Graph verankert sind, haben bessere Chancen.
💡 Beispiel: Ein Blogbeitrag mit sauberem FAQ-Schema.org-Markup und klarem Veröffentlichungsdatum hat höhere Chancen, als Quelle aufzutauchen, als ein 3 Jahre alter, unsauber strukturierter Artikel.
3. Anzahl & Vielfalt der Quellen
Laut Pew Research beziehen sich 88 % der AI Overviews auf mehr als drei Quellen.
Nur 1 % der Antworten stützt sich auf eine einzige Quelle.
Quellen stammen dabei oft aus unterschiedlichen Kategorien (z. B. Fachportal + News + Blog).
👉 Bedeutet: Um in AI Overviews zu erscheinen, reicht es nicht, in Google auf Platz 1 zu ranken. Besser ist es, Teil einer vielfältigen Quellensammlung zu sein.
4. Form & Sprache der Antwort
Google priorisiert Inhalte, die sich leicht in einen erklärenden Fließtext umwandeln lassen.
Knappe Definitionen, klare Fakten, Bulletpoints → perfekt für die KI.
Marketing-Blabla, schwammige Aussagen → landen seltener in den Overviews.
5. Technische Signale
Neben Content spielen auch technische Faktoren eine Rolle:
Saubere HTML-Struktur (Headings, Absätze, Listen).
Schema.org-Markup für FAQs, How-To, Organization.
Mobile Performance (da >80 % der AI Overviews mobil angezeigt werden).
👉 Kurz gesagt:
Google AI Overviews sind kein Zufall. Sie entstehen aus einer Mischung von Autorität, Struktur, Aktualität und Klarheit.
Unternehmen, die diese Faktoren im Griff haben, erhöhen massiv ihre Chancen, als Quelle aufzutauchen.
Chancen für Unternehmen
Viele sehen in Google AI Overviews zuerst die Risiken – sinkende Klickzahlen, weniger Traffic. Doch wer genauer hinsieht, erkennt: Es entstehen neue Möglichkeiten für Sichtbarkeit und Markenaufbau.
1. Neue Art von Sichtbarkeit
In klassischen SERPs konkurrierst du um die Top 10 Plätze.
In AI Overviews gibt es eine Handvoll ausgewählter Quellen, die direkt als Verweis in der Antwort erscheinen.
Das bedeutet: Selbst wenn deine Website bisher „nur“ auf Platz 5 oder 7 rankt, kannst du trotzdem in der AI-Antwort prominent erwähnt werden.
💡 Vorteil: Sichtbarkeit ohne zwingend auf Platz 1 zu stehen.
2. Markenaufbau durch Autorität
Wenn deine Marke als Quelle in AI Overviews auftaucht, wirkt das wie eine implizite Empfehlung von Google.
Nutzer lesen: „Google KI vertraut dieser Seite“ → das steigert Trust und Markenwahrnehmung.
Besonders wertvoll in Branchen, in denen Vertrauen entscheidend ist (z. B. Medizin, Finanzen, B2B).
3. Reichweite im Top-of-Funnel
Viele AI Overviews bedienen Fragen am Anfang der Customer Journey („Wie funktioniert…?“, „Was kostet…?“, „Welche Optionen gibt es…?“).
Wenn deine Inhalte hier vorkommen, erreichst du Nutzer früh im Entscheidungsprozess.
Vorteil: Du positionierst dich als Experte, bevor die Kaufentscheidung überhaupt fällt.
4. Wettbewerbsvorteil durch Early Adaption
Noch optimieren die wenigsten Unternehmen gezielt für AI Overviews.
Wer jetzt startet, kann sich einen First-Mover-Vorteil sichern.
Vergleichbar mit den Anfängen von SEO: Wer damals früh optimiert hat, hatte jahrelang Vorsprung.
5. Mehrfachsichtbarkeit möglich
Manche Marken schaffen es, sowohl im klassischen Ranking als auch im AI Overview aufzutauchen.
Doppelte Sichtbarkeit = doppelte Chance auf Wahrnehmung.
Besonders interessant für Content-Strategien rund um FAQs, Ratgeber und Vergleiche.
👉 Kurz gesagt:
AI Overviews sind nicht nur eine Gefahr, sondern auch eine neue Bühne für Sichtbarkeit.
Wer frühzeitig optimiert, kann Marke, Reichweite und Autorität massiv stärken – während andere noch über sinkende CTR jammern.
Risiken & Herausforderungen
So spannend Google AI Overviews auch sind – sie bringen nicht nur Vorteile. Unternehmen sollten die Risiken kennen, um die richtigen Strategien abzuleiten.
1. Sinkende Klickzahlen
Viele Nutzer finden ihre Antwort direkt im AI Overview.
Das führt zu einer niedrigeren CTR (Click-Through-Rate), selbst wenn deine Marke als Quelle genannt wird.
Studien zeigen: Publisher und News-Seiten verzeichnen bereits 10–25 % weniger Referral-Traffic.
💡 Bedeutet: Sichtbarkeit ≠ Traffic. Unternehmen müssen lernen, Wert aus Erwähnungen zu ziehen, nicht nur aus Klicks.
2. Verzerrte oder unvollständige Informationen
Die KI fasst Inhalte zusammen – und dabei können Details verloren gehen oder falsch dargestellt werden.
Risiko: Dein Produkt oder Service erscheint in einem anderen Kontext, als du es selbst darstellen würdest.
3. Abhängigkeit von Google
Google entscheidet, welche Quellen im AI Overview erscheinen.
Selbst gute Rankings garantieren keine Nennung.
Das macht Unternehmen abhängiger vom Google-Algorithmus als je zuvor.
4. Bevorzugung großer Player
Autoritative Seiten wie Wikipedia, Regierungsportale oder große Medienhäuser haben deutliche Vorteile.
Kleinere Marken müssen mehr investieren, um in diesem Umfeld sichtbar zu werden.
5. Rechtliche & ethische Fragen
AI Overviews zitieren Inhalte – oft ohne klaren Traffic-Return für die Quelle.
Diskussionen über Urheberrechte, faire Nutzung und Content-Vergütung nehmen zu.
Noch gibt es keine klare rechtliche Grundlage.
6. Unsicherheit durch ständige Updates
Google testet AI Overviews ständig weiter.
Was heute funktioniert, kann morgen schon anders gewichtet werden.
Das erfordert Flexibilität und kontinuierliches Monitoring.
👉 Fazit:
AI Overviews sind ein zweischneidiges Schwert.
Sie können Marken Sichtbarkeit bringen – oder sie in den Hintergrund drängen.
Der Schlüssel liegt darin, Chancen zu nutzen, ohne die Risiken zu ignorieren.
Optimierungsstrategien für AI Overviews
Wer in Google AI Overviews sichtbar werden will, braucht eine andere Denkweise als bei klassischer SEO. Es geht nicht mehr nur um Keywords und Rankings, sondern darum, von Google als vertrauenswürdige Quelle ausgewählt zu werden.
1. Content in Frage-Antwort-Form bringen
AI Overviews erscheinen besonders oft bei How-To- und Problem-Suchen.
Inhalte sollten deshalb direkt die Nutzerfrage beantworten – am besten in den ersten 1–2 Sätzen.
Ergänze ausführliche Erklärungen, aber beginne mit einer klaren Definition oder Lösung.
💡 Beispiel:
Statt: „Unser Produkt bietet zahlreiche Vorteile für Unternehmen.“
Besser: „Unser Produkt reduziert Betriebskosten um 20 % und beschleunigt Lieferzeiten – ideal für Unternehmen, die Effizienz steigern wollen.“
2. FAQ- & How-To-Schema nutzen
Mit Schema.org-Markup (FAQ, HowTo, Product) können Inhalte maschinenlesbar ausgezeichnet werden.
Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Google deine Inhalte versteht und zitiert.
Besonders stark: FAQs am Ende von Artikeln oder auf dedizierten Seiten.
3. Entities & Marken-Signale stärken
Google priorisiert Inhalte von eindeutig identifizierbaren Entitäten.
Maßnahmen:
Einheitlicher Markenname in allen Kanälen.
Unternehmensdaten per Organization-Schema auszeichnen.
Autorenprofile mit LinkedIn & Foto → E-E-A-T stärken (Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness).
4. Aktualität signalisieren
AI Overviews bevorzugen frische Inhalte.
Deshalb:
Inhalte regelmäßig aktualisieren (sichtbares „Zuletzt aktualisiert“-Datum).
News- & Trendthemen schnell besetzen.
Evergreen-Content regelmäßig refreshen.
5. Struktur & Klarheit optimieren
KI zieht sich Inhalte, die leicht in Fließtext übertragbar sind.
Best Practices:
Klare Überschriften (H2/H3) für jede Frage.
Listen, Bulletpoints, Tabellen für schnelle Verarbeitung.
Keine schwammigen Formulierungen → präzise Fakten & Zahlen.
6. Trust-Signale sichtbar machen
Reviews, Zertifizierungen, Referenzen → steigern die Wahrscheinlichkeit, dass Google dich als seriöse Quellewertet.
Verweise auf bekannte Kunden oder Partnerschaften im Content einbauen.
Externe Erwähnungen (z. B. Presseberichte) aktiv fördern.
7. Content-Cluster entwickeln
Statt einzelne Blogposts zu schreiben, Inhalte als Themen-Cluster aufbauen:
Pillar Page: Überblicksartikel zum Thema.
Cluster Pages: Detaillierte Unterthemen, die verlinkt sind.
Das schafft Kontext & Autorität – genau das, was AI Overviews suchen.
8. Monitoring einbauen
Prüfe regelmäßig, ob deine Inhalte in AI Overviews erscheinen.
Tools wie Semrush, Ahrefs, BrightEdge oder manuelles Tracking helfen.
Beobachte, welche Content-Formate besonders oft zitiert werden – und baue darauf auf.
👉 Kurz gesagt:
Denke in Fragen & Antworten, nicht nur Keywords.
Stärke deine Marke als vertrauenswürdige Entität.
Halte Inhalte frisch, klar und faktenbasiert.
So steigen deine Chancen, dass Google deine Website als Quelle in AI Overviews auswählt.
Praxisbeispiele & Best Practices
Google AI Overviews sind nicht mehr Zukunft, sondern Realität. Schon heute gibt es Branchen, die stärker betroffen sind – und Unternehmen, die sich bewusst positionieren.
1. E-Commerce & Produktvergleiche
Typische Anfrage: „Bestes Smartphone 2025 mit guter Kamera“
AI Overviews liefern: eine kompakte Übersicht mit 3–4 empfohlenen Modellen, ergänzt durch Quellenlinks.
Best Practice:
Vergleichsseiten strukturieren („Modell X vs. Modell Y“).
Bulletpoints mit Vor- & Nachteilen.
Preisangaben und Spezifikationen klar hervorheben.
Vorteil: Shops oder Blogs können auch ohne Platz 1 Ranking in die Empfehlungsbox gelangen.
2. Gesundheitswesen
Typische Anfrage: „Was hilft gegen Migräne?“
AI Overviews verknüpfen Infos von Fachportalen, Gesundheitsbehörden und Kliniken.
Best Practice:
Fachlich geprüfte Inhalte mit Autorennamen & Qualifikationen.
Verweise auf Studien, offizielle Quellen.
Klarer Hinweis auf medizinischen Disclaimer.
Vorteil: Seriöse, strukturierte Inhalte erhöhen die Chance, als Quelle zitiert zu werden.
3. B2B & Industrie
Typische Anfrage: „Wie funktioniert ein Plattenwärmetauscher?“
AI Overviews ziehen Inhalte aus Fachartikeln, Herstellerseiten und Wikipedia.
Best Practice:
Produkt- und Funktionsbeschreibungen mit klaren Definitionen.
Ergänzende Visuals (Schemazeichnungen, Tabellen).
Einsatzbereiche & Praxisbeispiele anführen.
Vorteil: Hersteller können sich als führende Fachquelle positionieren.
4. Tourismus & lokale Suche
Typische Anfrage: „Beste Aktivitäten in Linz bei Regen“
AI Overviews listen eine Mischung aus Blogs, Stadtportalen und Reiseseiten.
Best Practice:
Content in Form von Listen („Top 10 Aktivitäten…“).
Aktuelle Daten (Öffnungszeiten, Preise).
Kombination aus Text + Bildern für visuelle Unterstützung.
Vorteil: Lokale Anbieter können mit relevanten, gut strukturierten Tipps sichtbar werden.
5. Finanzen & Recht
Typische Anfrage: „Was ist der Unterschied zwischen ETF und Fonds?“
AI Overviews liefern kurze Definitionen, ergänzt mit Links zu Finanzportalen.
Best Practice:
Klar definierte Begriffe in 1–2 Sätzen.
Ergänzende Beispiele & Vergleiche.
Hinweise auf Risiken & rechtliche Aspekte.
Vorteil: Finanzdienstleister können Vertrauen aufbauen, indem sie seriöse Erklärungen liefern.
Best Practices auf einen Blick
Struktur: Nutze klare Listen, FAQs, Bulletpoints.
Autorität: Belege mit Quellen, Studien, Zertifikaten.
Aktualität: Halte Inhalte frisch & sichtbar datiert.
Transparenz: Klare Autorenangaben & Fachkompetenz zeigen.
👉 Kernaussage:
AI Overviews sind nicht nur ein technisches Feature – sie eröffnen konkrete Chancen in fast jeder Branche.
Wer versteht, welche Content-Formate bevorzugt werden, kann gezielt Inhalte entwickeln, die Google als Quelle auswählt.
Ausblick – AI Overviews & die Zukunft der Suche
Google AI Overviews sind erst der Anfang. Was wir heute erleben, ist die Beta-Phase einer völlig neuen Suchgeneration. Unternehmen, die jetzt verstehen und handeln, sichern sich einen Vorsprung, den andere erst in Jahren aufholen können.
1. Von SERPs zu Search Generative Experience (SGE)
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Google testet bereits die nächste Stufe: Die Search Generative Experience (SGE).
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Dort wird die KI-Antwort zum Kern der Suche – klassische Links treten in den Hintergrund.
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Nutzer:innen erhalten direkt eine komplette Übersicht: Antwort, Quellen, Empfehlungen, Produkte.
2. Multimodale Antworten werden Standard
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Künftig werden AI Overviews nicht nur Text liefern, sondern Bilder, Videos, Tabellen oder sogar interaktive Elemente.
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Beispiel: Bei einer Fitness-Suche könnte ein AI Overview ein Workout-Video direkt im Antwortkasten integrieren.
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Das bedeutet: Content muss vielseitiger werden – Text allein reicht nicht mehr.
3. Neue KPIs ersetzen klassische SEO-Metriken
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Rankings auf Position 1 verlieren an Bedeutung.
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Stattdessen zählen:
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Werde ich im AI Overview genannt?
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Wie oft zitiert Google meine Marke?
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Welche Rolle spiele ich in der KI-Antwort (Primärquelle vs. Nebenquelle)?
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Tools zur Messung solcher Faktoren stehen noch am Anfang – doch diese Metriken werden das neue SEO-Währungssystem.
4. Markenautorität als zentraler Faktor
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Je stärker deine Marke im digitalen Ökosystem verankert ist, desto öfter wirst du als Quelle herangezogen.
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SEO verschmilzt mit PR, Content Marketing und Branding.
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Heißt: Sichtbarkeit in AI Overviews gibt es nicht ohne Vertrauen und Reputation.
5. Ständige Evolution
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Google experimentiert massiv – Formate, Gewichtung und Quellenwahl ändern sich laufend.
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Strategien müssen agil bleiben. Starre SEO-Pläne verlieren ihren Wert.
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Wer flexibel reagiert, regelmäßig testet und Inhalte aktualisiert, bleibt vorne.
👉 Fazit:
Google AI Overviews sind kein kurzer Trend, sondern der Start einer neuen Ära: Von Suchmaschinen zu Antwortmaschinen.
Unternehmen, die sich darauf einstellen, werden nicht nur gefunden, sondern als verlässliche Quelle anerkannt – und genau das entscheidet in Zukunft über Reichweite und Relevanz.